Arthrose oder Arthritis beim Hund? Unterschiede, Symptome und Behandlung einfach erklärt.
Wenn jeder Schritt schwerfällt …
Ihr Hund springt plötzlich nicht mehr ins Auto, läuft auf Spaziergängen langsamer als früher oder braucht morgens einige Schritte, bis er richtig in Bewegung kommt? Viele Hundehalter schreiben solche Veränderungen zunächst dem Alter zu. Tatsächlich können sie jedoch erste Anzeichen einer Gelenkerkrankung sein.
Gelenkprobleme gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen beim Hund. Besonders Arthrose und Arthritis können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Obwohl beide Erkrankungen ähnliche Symptome verursachen können, unterscheiden sie sich deutlich in ihrer Ursache und Behandlung.
Je früher Gelenkprobleme erkannt werden, desto besser lassen sich Schmerzen lindern und die Beweglichkeit langfristig erhalten. In diesem Beitrag erfahren Sie, worin der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis besteht, welche Symptome typisch sind und wie Sie Ihren Hund bestmöglich unterstützen können.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Arthrose ist eine chronische, fortschreitende Gelenkerkrankung.
- Arthritis beschreibt eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke.
- Erste Anzeichen sind häufig Steifheit nach dem Aufstehen, Lahmheit oder eine verminderte Bewegungsfreude.
- Eine frühzeitige Diagnose verbessert die Behandlungsmöglichkeiten erheblich.
- Gewichtsmanagement, Bewegung, Physiotherapie und eine individuell abgestimmte Therapie bilden die Grundlage der Behandlung.
- Ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel können die tierärztliche Therapie sinnvoll ergänzen, ersetzen sie jedoch nicht.
Arthrose oder Arthritis – wo liegt der Unterschied?
Die Begriffe Arthrose und Arthritis werden häufig verwechselt oder gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Erkrankungen.
Arthrose – der fortschreitende Gelenkverschleiß
Arthrose ist eine chronische Erkrankung des gesamten Gelenks. Früher sprach man häufig von einer reinen Verschleißerkrankung. Heute weiß man jedoch, dass Arthrose deutlich komplexer ist.
Nicht nur der Gelenkknorpel verändert sich – auch Knochen, Gelenkkapsel, Bänder und die Gelenkschleimhaut sind betroffen. Zusätzlich spielen entzündliche Prozesse eine wichtige Rolle beim Fortschreiten der Erkrankung.
Der schützende Gelenkknorpel verliert nach und nach seine Elastizität. Dadurch reiben die Gelenkflächen zunehmend aneinander. Dies kann Schmerzen verursachen und die Beweglichkeit deutlich einschränken.
Arthrose entwickelt sich meist langsam über Monate oder Jahre und gilt derzeit als nicht heilbar. Mit einer frühzeitigen Behandlung lässt sich ihr Fortschreiten jedoch häufig verlangsamen.
Arthritis – die Gelenkentzündung
Eine Arthritis beschreibt dagegen eine Entzündung eines Gelenks.
Im Gegensatz zur Arthrose steht hier nicht der Knorpelabbau im Vordergrund, sondern eine aktive Entzündungsreaktion. Sie kann plötzlich auftreten und starke Schmerzen verursachen.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
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Verletzungen
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Erkrankungen des Immunsystems
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Zecken- oder andere Infektionskrankheiten
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Stoffwechselerkrankungen
- bakterielle Infektionen
Eine Arthritis sollte grundsätzlich zeitnah tierärztlich untersucht werden. Je nach Ursache kann sie vollständig ausheilen oder – unbehandelt – langfristig zu dauerhaften Gelenkschäden und einer Arthrose führen.
Ursachen einer Arthrose beim Hund
Arthrose entsteht nur selten ohne Auslöser. In vielen Fällen entwickelt sie sich infolge anderer orthopädischer Erkrankungen oder durch langjährige Fehl- beziehungsweise Überbelastungen.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
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Hüftdysplasie (HD)
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Ellenbogendysplasie (ED)
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Kreuzbandrisse
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Patellaluxation
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Gelenkverletzungen
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Knochenbrüche mit Gelenkbeteiligung
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Fehlstellungen der Gliedmaßen
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Übergewicht
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intensive sportliche Belastung
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altersbedingte Veränderungen
Woran erkenne ich Arthrose oder Arthritis?
Hunde versuchen Schmerzen häufig lange zu verbergen. Deshalb entwickeln sich Gelenkerkrankungen oft schleichend und werden erst erkannt, wenn die Beschwerden bereits deutlich ausgeprägt sind.
Typische Anzeichen einer Arthrose sind:
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Schwierigkeiten beim Aufstehen
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Steifheit nach Ruhephasen
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sogenannte Anlaufschwierigkeiten
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Lahmheit nach längeren Spaziergängen
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verkürzte Spaziergänge
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geringere Spielfreude
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Schwierigkeiten beim Treppensteigen
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ungern ins Auto springen
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Muskelabbau
Eine Arthritis macht sich dagegen häufig deutlich schneller bemerkbar.
Mögliche Symptome sind:
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plötzlich auftretende Lahmheit
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starke Schmerzen
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Schwellung eines Gelenks
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Überwärmung
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Berührungsempfindlichkeit
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Schonhaltung
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Fieber oder Mattigkeit (je nach Ursache)
Wichtig: Zeigt Ihr Hund plötzlich starke Schmerzen, eine ausgeprägte Lahmheit oder ein geschwollenes und überwärmtes Gelenk, sollte er möglichst zeitnah tierärztlich untersucht werden.
Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?
Zunächst erfolgt eine gründliche orthopädische Untersuchung. Dabei beurteilt der Tierarzt unter anderem das Gangbild, die Beweglichkeit der Gelenke und mögliche Schmerzreaktionen.
Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen notwendig sein, beispielsweise:
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Röntgen
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Ultraschall
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Computertomographie (CT)
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Gelenkpunktion
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Blutuntersuchungen
Erst durch die Kombination dieser Untersuchungen lässt sich zuverlässig feststellen, ob eine Arthrose, Arthritis oder eine andere Erkrankung des Bewegungsapparates vorliegt.
Behandlungsmöglichkeiten
Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache der Beschwerden.
Bei einer Arthritis steht zunächst die Bekämpfung der Entzündung im Vordergrund. Je nach Auslöser können beispielsweise Antibiotika, entzündungshemmende Medikamente oder weitere spezifische Therapien notwendig sein.
Bei einer Arthrose verfolgt die Behandlung andere Ziele:
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Schmerzen reduzieren
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Beweglichkeit erhalten
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Muskelabbau verhindern
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Lebensqualität verbessern
-
Fortschreiten der Erkrankung möglichst verlangsamen
Eine erfolgreiche Arthrosebehandlung besteht heute fast immer aus mehreren Bausteinen.
Bewegung statt Schonung
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine angepasste Bewegung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist.
Regelmäßige Spaziergänge, kontrollierter Muskelaufbau und physiotherapeutische Übungen helfen dabei, die Gelenke zu stabilisieren und die umliegende Muskulatur zu stärken. Gleichzeitig sollte eine Überlastung vermieden werden.
Besonders geeignet sind:
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regelmäßige Spaziergänge
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Schwimmen
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Unterwasserlaufband
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Gleichgewichtsübungen
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Koordinationstraining
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gezielter Muskelaufbau
Intensive Ballspiele, häufige Sprünge oder abrupte Richtungswechsel sollten dagegen möglichst reduziert werden.
Physiotherapie – ein wichtiger Bestandteil der Behandlung
Die Hundephysiotherapie spielt heute eine zentrale Rolle bei der Behandlung vieler Gelenkerkrankungen.
Je nach Erkrankung und individuellem Befund können unter anderem folgende Maßnahmen eingesetzt werden:
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Massage
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manuelle Therapie
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Lasertherapie
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Unterwasserlaufband
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Mobilisation
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passive Bewegungsübungen
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Koordinations- und Balanceübungen
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gezielter Muskelaufbau
Das Ziel besteht darin, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und die Muskulatur langfristig zu erhalten. Dadurch können viele Hunde ihren Alltag wieder deutlich aktiver und mit mehr Lebensfreude bewältigen.
Welche Rolle spielen Nahrungsergänzungsmittel?
Eine ausgewogene Ernährung, ein gesundes Körpergewicht sowie eine individuell abgestimmte tierärztliche Behandlung bilden die Grundlage jeder Arthrose- oder Arthritistherapie. Nahrungsergänzungsmittel können diese Maßnahmen nicht ersetzen, sie können jedoch – je nach individuellem Bedarf – sinnvoll ergänzen.
Omega 3
Omega-3-Fettsäuren gehören zu den am besten erforschten Nahrungsergänzungen bei Hunden mit Arthrose. Besonders wichtig sind die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure), die vor allem in Fischöl, wie z.B. Lachsöl oder Omega 3 Kapseln enthalten sind.
EPA und DHA werden in die Zellmembranen eingebaut und beeinflussen die Bildung verschiedener Entzündungsmediatoren. Dadurch können sie entzündliche Prozesse im Körper ernährungsphysiologisch unterstützen.
Mehrere veterinärmedizinische Studien zeigen, dass Hunde mit Arthrose unter einer Ernährung mit erhöhtem EPA- und DHA-Gehalt unter anderem:
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eine verbesserte Beweglichkeit zeigen können,
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leichter aufstehen,
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aktiver werden,
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teilweise weniger Schmerzmittel benötigen.

MSM (Methylsulfonylmethan)
MSM ist eine organische Schwefelverbindung, welcher ein wichtiger Bestandteil verschiedener körpereigener Strukturen wie Knorpel, Sehnen, Bänder und Bindegewebe ist.
MSM wird deshalb häufig in Gelenkpräparaten eingesetzt.

Teufelskralle
Die afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) wird seit vielen Jahren als Heilpflanze verwendet.
Labor- und Humanstudien weisen auf entzündungshemmende und schmerzlindernde Eigenschaften hin.
Hinweis: Hunde mit Magengeschwüren oder bestimmten Vorerkrankungen sollten Teufelskralle nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt erhalten.
Hagebuttenpulver
Hagebutten sind reich an natürlichen Pflanzenstoffen.
In der Schale und den Kernen der Hagebutte sind zahlreiche hochwertige Inhaltsstoffe enthalten. So finden sich darin Vitamine wie Vitamin C, A, B1, B2, E, H, und K. Weiterhin finden sich in der Hagebutte auch eine hohe Anzahl an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Flavone und Galaktolipide. Unter den einheimischen Früchten hat die Hagebutte mit ca. 500mg/100mg den höchsten Ascorbinsäuregehalt (Vitamin C).
Hagebuttenpulver wird deshalb häufig als natürliche Ergänzung einer ausgewogenen Ernährung eingesetzt und kann Bestandteil eines ganzheitlichen Gelenkmanagements sein.

Unsere Empfehlung für die Unterstützung der Gelenke
Neben einer tierärztlichen Behandlung, Physiotherapie und angepasster Bewegung können ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
In unserem Sortiment finden Sie hochwertige Produkte zur Unterstützung der Gelenkgesundheit Ihres Hundes:
-
Omega-3-Fettsäuren aus hochwertigem Lachsöl oder konzentrierten Omega-3-Kapseln
Kann man Arthrose vorbeugen?
Nicht jede Arthrose lässt sich verhindern. Dennoch können Sie das Risiko deutlich reduzieren.
Folgende Maßnahmen tragen dazu bei, die Gelenke Ihres Hundes langfristig gesund zu erhalten:
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gesundes Körpergewicht
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regelmäßige Bewegung
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gezielter Muskelaufbau
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ausgewogene Ernährung
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frühzeitige Behandlung orthopädischer Erkrankungen
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Vermeidung von Überlastungen im Wachstum
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regelmäßige tierärztliche Kontrollen
Fazit
Arthrose und Arthritis gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates beim Hund. Obwohl sich die Symptome ähneln können, unterscheiden sich beide Erkrankungen deutlich in ihrer Ursache.
Während Arthrose eine chronisch fortschreitende Gelenkerkrankung ist, handelt es sich bei Arthritis um eine Entzündung eines Gelenks, die häufig plötzlich auftritt und eine gezielte tierärztliche Behandlung erfordert.
Je früher Gelenkprobleme erkannt werden, desto besser lassen sich Schmerzen kontrollieren und die Beweglichkeit langfristig erhalten.
Neben einer tierärztlichen Behandlung spielen Gewichtsmanagement, regelmäßige Bewegung, Physiotherapie und – je nach individuellem Bedarf – ausgewählte Nahrungsergänzungsmittel eine wichtige Rolle für die Lebensqualität Ihres Hundes.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist Arthrose beim Hund heilbar?
Nein. Arthrose ist eine chronische Erkrankung des Gelenks. Mit einer frühzeitigen und individuell abgestimmten Behandlung können Schmerzen häufig reduziert und die Beweglichkeit über viele Jahre erhalten werden.
Was ist der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis?
Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung mit fortschreitendem Knorpelabbau und Veränderungen des gesamten Gelenks. Arthritis beschreibt dagegen eine Entzündung eines Gelenks, die häufig plötzlich auftritt und unterschiedliche Ursachen haben kann.
Woran erkenne ich Arthrose bei meinem Hund?
Typische Anzeichen sind Steifheit nach dem Aufstehen, Lahmheit, verminderte Bewegungsfreude, Schwierigkeiten beim Treppensteigen oder beim Einsteigen ins Auto sowie ein nachlassender Muskelaufbau.
Hilft Bewegung bei Arthrose?
Ja. Angepasste Bewegung gilt heute als einer der wichtigsten Bestandteile der Behandlung. Sie hilft, Muskulatur zu erhalten, Gelenke zu stabilisieren und die Beweglichkeit zu fördern.
Kann mein Hund trotz Arthrose Sport treiben?
In vielen Fällen ja. Entscheidend ist die richtige Belastung. Geeignet sind beispielsweise kontrollierte Spaziergänge, Schwimmen oder physiotherapeutisch begleitetes Muskeltraining. Intensive Belastungen mit vielen Sprüngen oder abrupten Richtungswechseln sollten vermieden werden.
Wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?
Zeigt Ihr Hund plötzlich starke Schmerzen, eine deutliche Lahmheit, ein geschwollenes oder überwärmtes Gelenk oder verändert sich sein Bewegungsverhalten auffällig, sollte er möglichst zeitnah tierärztlich untersucht werden.
Autorin
Dieser Beitrag wurde von Isabella Gollner, BSc, auf Basis veterinärmedizinischer Fachliteratur, ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der unten angeführten Referenzen erstellt. Ziel ist es, Hundehalterfundierte, verständliche und praxisnahe Informationen rund um die Magen-Darm-Gesundheit beim Hund bereitzustellen und Zusammenhänge zwischen Darmflora, Verdauung, Stoffwechsel und allgemeinem Wohlbefinden verständlich aufzubereiten.
Für die Inhalte wurden veterinärmedizinische Fachquellen, wissenschaftliche Standardwerke zur Tierernährung sowie aktuelle Erkenntnisse zur Darmgesundheit berücksichtigt. Trotz sorgfältiger Recherche ersetzt dieser Beitrag keine tierärztliche Diagnose oder individuelle Beratung.
Quellen & Referenzen
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Rychel JK. (2010). Diagnosis and Treatment of Osteoarthritis. Veterinary Clinics of North America: Small Animal Practice.
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American Animal Hospital Association. 2022 AAHA Pain Management Guidelines for Dogs and Cats.
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World Small Animal Veterinary Association. Global Guidelines for Recognition, Assessment and Treatment of Pain.
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American College of Veterinary Surgeons. Canine Osteoarthritis – Clinical Resources.
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Roush JK et al. (2010). Multicenter Veterinary Trial of Therapeutic Diet Enriched with Fish Oil in Dogs with Osteoarthritis.
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Fritsch DA et al. (2010). Therapeutic Diet Improves Mobility in Dogs with Osteoarthritis.